375ESM
Porjektwettbewerb Erweiterung Schulanlage Allmend, Meilen
Einstufiger Projektwettbewerb im selektiven Verfahren
Auftraggeberschaft: Gemeinde Meilen
2025
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ERNST & HEITER
Vielleicht ist das Vorgehen riskant, die Setzung des neuen Klassentrakts auf einem Baufeld der 2. Priorität vorzusehen. Das Programm verlangt eine klare Begründung dafür. So ging ein konzentriertes Abwägen aller Aspekte unserem Entscheid voraus.
Und wir nehmen das Risiko. Wir nehmen es, weil wir das Ernst Gisel-Hallenbad freistellen und wieder in seiner Plastizität erlebbar machen wollen, wir nehmen es, weil in Hanglage eine schultaugliche Freifläche nur schwierig nutzbar wird und darum das Schulhaus an diesem Ort sinnstiftend ist, wir nehmen es, weil wir so den Bestand schonen und das noch junge Schulhaus (Gebäude E) mit wenigen Eingriffen für den nächsten Lebenszyklus tauglich machen und wir nehmen es, weil wir ein wunderbares Schulhaus mit gekammerten Räumen weich in die Topographie legen können. Wir nehmen das Risiko, auch wenn es eine schöne Baumreihe kostet, die wir allerdings qualitätvoll ersetzen können.
Der Gewinn ist offensichtlich – eine grosse schöne Freifläche, die Blickbezüge in alle Richtungen ermöglicht – welche zum neuen Schwerpunkt der Schulanlage wird. Das Hallenbad verfügt wieder über eine wunderbare Weitsicht. Die neuen vier Sporthallen werden gekoppelt und setzen sich an die Stelle des Bestandes und der Freiraum wird entspannt gefasst. Die Konstruktionen sind zukunftsfähig und folgen einer umfassend verstandenen Nachhaltigkeit. Die Erschliessung des Schulhausareals ist weiterhin klar, die Fahrradabstellplätze sind am richtigen Ort und viele Oberflächen werden entsiegelt, die neuen Baumpflanzungen schaffen wertvolle Räume und tragen zudem zur sommerlichen Hitzeminderung bei. So lohnt sich aus Sicht der Verfasser:innen dieses Risiko und es entstehen umfassende Mehrwerte, die sich ökonomisch, ökologisch und in der sozialen Nachhaltigkeit darstellen.